Hannelore Hahn berichtet in ihrem
Erinnungsbuch "On the Way to Feed the
Swans" von häufigen Kurzausflügen in die
Tschechoslowakei. Erst später, nachdem die
Familie Deutschland 1938 verlassen hatte,
machte Arthur Hahn seine Ehefrau und seine
Tochter mit dem eigentlichen Grund dieser
Unternehmungen vertraut, die stets mit
Scherereien bei der Rückreise an der
Grenzstation verbunden waren.
"Erst viele Jahre später erfuhr ich, dass der
wahre Grund für diese Wochenendausflüge in
die Tschechoslowakei nicht das Wandern im
Wald, das Pilzesammeln oder das Essen von
Leberknödeln in Landgasthöfen war, sondern
der Transfer von Vermögen auf ausländische
Bankkonten. Jede Fahrt bedeutete eine
weitere Kontoeinzahlung.
Niemand kann mir heute mehr erzählen, wie
das bewerkstelligt wurde, wenn wir mit
unserem Auto über die Grenze fuhren. Wo
steckte das Geld? Es musste immer Bargeld
oder so etwas wie Gold oder Juwelen
gewesen sein. Aber wie auch immer, das
Schmuggeln geschah ohne das Wissen
meiner Mutter und mir, und es war der
wahre Grund für die Ferien in der
Tschechoslowakei in den Jahren von 1934 bis
1937."
  
Der kürzeste Weg von Dresden aus in die damalige
Tschechoslowakei führte über die Grenzstation bei Schmilka in
der Sächsischen Schweiz