!936 zog Arthur Hahn mit Ehefrau Helene
und Töchterchen Hannelore in die Villa der
Schwiegereltern Bergstraße 16. Leonard
Brach war nicht länger gewillt, sich den
täglichen Demütigungen durch die Nazis
auszusetzen und kehrte Deutschland den
Rücken. Dies fiel ihm als ehemaligem Bürger
der Donaumonarchie leichter als den von
ihrem Deutschtum stärker überzeugten
jüdischen Familien aus dem Deutschen
Kaiserreich - wie etwa den Hahns.
Dazu Hannelore Hahn:
Opa und Oma Brach verließen Deutschland
im Jahre 1936 und nahmen ihren Wohnsitz
in der Grenzstadt Teplitz/Schönau in der
tschechischen Provinz Böhmen.
Ironischerweise wurden meine Eltern und
ich Eigentümer der Bergstraße16 genau zu
der Zeit, als der Nationalsozialismus sich
wirklich jeder Faser des Landes bemächtigt
hatte, was der Grund für die Ausreise
meiner Großeltern war. Wir jedenfalls
zogen in dieses wunderschöne Haus wie
Adlige und meinten, wir würden dort für
immer wohnen. Mein Vater gab sogar
einige architektonische Veränderungen in
Auftrag, die unseren neuen Wohnsitz noch
angenehmer machen sollten.
Hannelore Hahn, On the Way to Feed the Swans, 1982)
  
Teplitz-Schönau (alte Postkarte)





 




  
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