Nach seiner Entlassung aus dem Lager
nutzte Rudi die erworbenen Fähigkeiten
als Friseur in einem eigenen kleinen
Friseursalon, in dem dann auch seine Frau
Lissy mitarbeitete.
Auch als Rudi Hahn später die Fabrikation
von Hemden betrieb, kam Ehefrau Lissy
zum Einsatz. Auf Bitten ihres Sohnes
Michael verfasste sie einen schriftlichen
Bericht:
"Wir fingen ganz klein an. Wenn die
Hemden zusammengenäht waren,
brachte sie Rudi in Säcken mit nach
Hause. Wir saßen dann den Abend über
zusammen, schnitten die Fäden ab und
nähten die Knöpfe an. Am nächsten
Morgen brachte Rudi die Hemden zu
dem Mädchen, das sie bügelte und in
Zellophan verpackte. Sonst hatte er
keine weitere Hilfe, den ganzen
Transport machte er alleine."