1984 erhielt der Eigentümer der ehemaligen Nentershäuser Synagoge, Tankstellenbesitzer und Schmiedemeister Herbert Krause für das mittlerweile arg in Mitleidenschaft geratene Gebäude die Abrissgenehmigung, um "bei passender Gelegenheit" neue Lagerräume bauen zu können. Krauses Vater hatte das in der "Reichskristallnacht" im November 1938 beschädigte Gebäude 1939 mit dem nebenstehenden Hirtenhaus von der Gemeinde Nentershausen gekauft und nach Abriss des Hirtenhauses die ehemalige Synagoge umgebaut und als Garage, Lagerhalle und Schafstall genutzt. Der erteilten Abrissgenehmigung war eine gründliche Prüfung mit dem Ergebnis vorausgegangen, dass mit Blick auf die jüngere Geschichte eine wünschenswerte Erhaltung der Synagoge bautechnisch nicht mehr möglich war. So hatten der Landeskonservator und auch der Landesverband der jüdischen Gemeinden Hessens ihre Zustimmung zum Abriss gegeben. Dafür sollten als Zeugen der jüdischen Vergangenheit eine Gedenktafel errichtet und im neu eingerichteten Heimat- und Bergbaumuseum Teile des Thora-Schreins und ein Deckenstück mit Davidstern zurückbleiben. Doch es kam anders!
  
Die ehemalige Nentershäuser Synagoge 1983 nach Erteilung der Abrissgenehmigung.