1938 fand Erwin Linz Aufnahme in einen Kibbutz in
Ramat Rachel, wenige Kilometer südlich von Jerusalem.
Hier lernte er seine spätere Frau kennen, die 1937 aus
Ostpolen nach dort gelangt war. Nach der
Eheschließung 1939 fanden sie eine Unterkunft in einer
Blechhütte auf dem Gelände eines größeren
landwirtschaftlichen Betriebes in dem Dorf Nahalal, ca.
10 km westlich von Nazareth. Am 24. Dezember 1940
wurde Sohn Uri geboren. In bitterer Armut und nur mit
dem Allernötigsten ausgestattet, lebte die Familie in
ihrer armseligen Blechhütte bis zu ihrer Aufnahme in
den Kibbutz Givat Hashlosha im Jahre 1945. Nur seinen
geschickten Händen war es zu verdanken, dass Erwin
Linz hin und wieder eine bezahlte Anstellung fand, die
allerdings nicht ausreichte, um die Familie zu ernähren.
Seine Frau konnte durch Mitarbeit in der
Landwirtschaft zum Lebensunterhalt beitragen. Ohne
ihre Mithilfe hätte die Familie hungern müssen.
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