Nächtlicher Überfall:  Am 14. März 1935 wurde dem Landratsamt Hünfeld ein “Politisches Vorkommnis” in Burghaun gemeldet. Und zwar hatten aus Richtung Hünfeld kommende Täter etwa um 1. 30 Uhr nachts mehreren jüdischen Familien Fenster und Fensterläden zertrümmert. Unter dem gleichen Datum erhielt das Landratsamt von der Hünfelder Polizei einen "Bericht über die Zertrümmerung von Schaufenstern in jüdischen Geschäften” in Hünfeld und zwar bei Leo Nußbaum sowie bei Josef Strauss.
Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass die Überfälle in Burghaun und Hünfeld den gleichen Akteuren zuzuordnen waren. Als Eigentümer des Tatfahrzeuges ermittelte die Geheime Staatspolizei in Kassel den Kreisbauernführer Salzmann von Fürsteneck, sodass als Täter Insassen dieses Autos in Frage kamen. Weiter gehende Ermittlungen stellte die Gestapo aber nicht an, “weil alle Geschädigten ihre Strafanträge zurückgezogen hatten.”  Da der Kreisbauernführer bekanntermaßen ein fanatischer und skrupelloser Judenhasser war, darf massiv ausgeübter Druck auf die geschädigten Juden vermutet werden, und man wundert sich nicht, aus den Akten zu vernehmen: 
Das schwebende Verfahren wegen Sachbeschädigung gegen Salzmann ist “eingestellt worden, weil ihm eine Beteiligung nicht nachzuweisen war.”
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In einem amtlichen Polizeibericht wird über den nächtlichen Überfall auf die Ladengeschäfte von Leo Nußbaum und Joseph Strauss berichtet
Leben unter dem Hakenkreuz bis zur "Kristallnacht"