Seit dem "Judenboykott" vom April 1933 und erst recht nach den Nürnberger Gesetzen von 1935 waren die Umsätze der von Juden geführten Geschäfte drastisch zurück ge-gangen, weil niemand es mehr wagte, dort einzukaufen. Die NS-Partei tat alles, um die vorwiegend christliche Kundschaft einzuschüchtern. Täglich hieß es in der Zeitung: "Kauft nicht beim Juden" Mit Wirkung vom 1. Januar 1939 sollten alle  Geschäfte und Gewerbebetriebe von Juden  endgültig liquidiert sein. Mit  der " Verordnung über den Einsatz des  jüdischen Vermögens " vom 3.12.1938 wurde für die "Arisierung", der große Raub jüdischen Eigentums, auch die gesetzliche Grundlage geschaffen. Die Juden konnten jetzt  gezwungen werden innerhalb einer gesetzten Frist  ihr Eigentum zu veräußern und zwar zu dem sehr niedrigen Einheitswert. Die Kaufsumme war auf ein Sperrkonto zu zahlen, das der totalen Kontrolle der Devisenstelle unterlag.
  
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Aus einem Fragebogen von 1940 - die nüchternen Zahlen veranschaulichen den drastischen Niedergang der einst anerkannten und florierenden Firma von Joseph Strauss
Von der "Kristallnacht" bis zur Deportation