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Projekt Nathan Höflich
Überall in Deutschland wurden die Juden zu Zwangsarbeitern degradiert. Für Nathan HÖFLICH bedeutete dies die Zuweisung zu einem Kasseler Rüstungsbetrieb. Am 4. März 1940 war er nachweislich in Kassel in der Großen Rosenstraße 18 als Bewohner gemeldet. Eine Einwohnerin von Rengshausen will Nathan HÖFLICH, gekennzeichnet mit dem gelben Judenstern, in einer Arbeitskolonne beim Straßekehren in Kassel gesehen haben. Als sie ihm ein Stück Brot zustecken wollte, wurde sie von den Bewachern daran gehindert.
Am 29.9.1941 wohnte Nathan HÖFLICH nach dem Gedenkbuch über die Juden in Kassel in der Entengasse 13 (heute Entenanger), am 20.1.1942 wohnte er mit seiner Frau zusammen in der Kastenalsgasse 28. Die vielen Anschriften sind ein Hinweis darauf, dass die jüdischen Familien ständig ihren Wohnplatz wechseln mussten, sie hatten immer wieder alte Wohnungen zu räumen und wurden in sog. Judenhäusern zusammengepfercht.
Manchmal, wenn die Tochter Gerda von der Papiermühle nach Kassel fuhr, schmuggelte sie Lebensmittel zur Wohnung von Nathan HÖFLICH in Kassel. Auch daran erinnert sich Anneliese Körber (geb. 1922) aus Höflichs ehemaliger Rengshäuser Nachbarschaft.
Stadtplan der Kasseler
Innenstadt (Ausschnitt)