Das Haus Nr. 7 (heute Dumen 1) bekam erst
1850 mit Nathan HÖFLICH einen jüdischen
Besitzer. Auf einer Aufnahme vom
Mühlenberg aus von ca. 1925 ist das Dach
von HÖFLICHs Haus gerade noch zu
erkennen. Über dieses Haus berichte ich
ausführlich im Kapitel über Nathan HÖFLICH
senior.
Der Familienname HÖFLICH lässt sich weder
auf der Katasterkarte von 1761 noch in den
Amtsrechnungen Rotenburg und auch nicht
in der Bevölkerungsliste Rengshausen aus
dem Jahre 1834 finden. Dafür kommt der
Name LEVI bzw. LEVY gehäuft vor, der
erstmalig 1726 erwähnt wurde und im 19.
Jh. den Familiennamen KAUFMANN annahm.
Sieben Generationen lassen sich
nachweisen. Die sechste und siebente
Generation hat Rengshausen am Ende des
19. Jhs. verlassen und ist nach Rotenburg
umgesiedelt. Alle haben ihr Geld als
Handelsmann oder Viehhändler verdient. Ihr
geringfügiger Besitz, der aus einem Haus mit
Stall und Scheune, einer Laubhütte und aus
etwas Acker- und Wiesenland bestand,
erlaubte ihnen, im Nebenerwerb
Landwirtschaft zu betreiben.
Die Geschichte der Juden in Rengshausen
fängt aber nicht mit der Familie LEVI an,
sondern noch früher, und deswegen wollen
wir noch einen Schritt in die Vergangenheit
zurück tun.
Auf dem Bild von ca. 1925 vom Mühlenberg aus ist das Dach von
HÖFLICHs Haus (dunkles Ziegeldach hinter der Scheune vorn
links)gerade noch zu erkennen.