Erste jüdische Spuren in
Rengshausen
Während in den benachbarten
Städten (Rotenburg, Hersfeld,
Fritzlar, Kassel) Juden schon im 13.
und 14. Jh. vorkommen, lassen sie
sich in Rengshausen urkundlich
erst im 17. Jh. nachweisen. In den
Amtsrechnungen von Rotenburg
wird in Rengshausen 1665 ein Jude
namens Manuel genannt. Im Jahre
1705 sind es schon zwei Juden,
vermutlich Vater und Sohn. Mennell
Hannes hat als Schutzgeld jährlich
12 Reichstaler 8 Albus zu zahlen
und als Federlappengeld 1
Reichstaler 6 Albus, sein Sohn
Salomon Mennell als Schutzgeld 7
Reichstaler 10 Albus. Juden durften
sich in einem Ort nur aufhalten,
wenn sie Schutzgeld gezahlt
hatten. Das Schutzgeld war an den
Landesherrn zu zahlen.
Amtsrechnung des Amtes Rotenburg 1705 (Ausschnitt)