Hassia Judaica - Jüdisches Kleinstadt und Landleben in Hessen - Orte

Flagge DeutschlandFlagge GBFlagge USA

Orte

Rotenburg an der Fulda

Stolpersteine in Rotenburg an der Fulda

Zur Zeit gilt unser Bemühen der Würdigung der Opfer durch sog. Stolpersteine.

Zu diesem Zweck haben wir für das Projekt "Stolpersteine für Rotenburg an der Fulda" eine eigenständige Website mit eigenem Pressebereich eingerichtet. Außerdem steht dort eine im Umfang reduzierte Broschüre, die als eigenständiges Druckwerk zur Verlegung der Stolpersteine erschienen ist, zum Download zur Verfügung.

 

Wir bitten um Spenden für eine Fortsetzung der Aktion

Ein „Stolperstein“ kostet 120 Euro. Auch kleinere Beiträge sind willkommen.

Initiative Stolpersteine für Rotenburg Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, Konto-Nr. 50062043, BLZ: 532.500.00

Stadtrundgang auf jüdischen Spuren

Der virtuelle Rundgang soll einladen, einige Aspekte der wechselvollen Geschichte des jüdischen Rotenburg kennen zu lernen. Wie bei kaum einem anderen Ort in Hessen ist die Geschichte Rotenburgs davon geprägt, dass hier seit ca. 1300 - mit Unterbrechungen - Juden ansässig waren und vom 17. bis 20. Jahrhundert eine der größten jüdischen Kleinstadtgemeinden Hessens existierte. Die CD-ROM-Version ist portofrei über die im Impressum genannte Adresse erhältlich.

Jüdischer Friedhof

Der Besucher dieses Kapitels erhält Informationen zur jüdischen Begräbniskultur und Fotodokumente zu allen 346 Grabstätten. Der älteste Grabstein (Ruben ben Jakob) datiert von 1743, der Friedhof wurde aber schon im Jahrhundert davor angelegt. Der älteste Nachweis stammt aus dem Jahr 1682. Der Rotenburger jüdische Friedhof diente bis ins späte 19. Jahrhundert als Zentralfriedhof auch für die jüdischen Verstorbenen aus den übrigen Gemeinden des ehemaligen Amtes Rotenburg (Baumbach, Bebra, Breitenbach, Iba, Lispenhausen, Ronshausen, zeitweise auch Rengshausen) als Begräbnisstätte. Die letzte Bestattung war im Mai 1938.

Jüdisches Museum in der ehemaligen Mikwe – Erinnerungs- und Begegnungsstätte

Im Gebäude des bis 1938 existierenden Ritualbades (Mikwe) wurden ein Tauchbad von 1835, ein solches aus dem 17. Jahrhundert und ein separater Schacht zum Kaschern, zur rituellen Reinigung der Schächtmesser und privaten Geschirrs freigelegt. Im Obergeschoss werden unter dem Motto „Was übrig blieb“ sechs Jahrhunderte vielgestaltigen jüdischen Lebens in Rotenburg und Umgebung dokumentiert.

 

Unter dem Titel "Die Rotenburger Mikwe -Kulturdenkmal und Zeugnis der Vielfalt jüdischen Lebens" (ISBN 3-933734-11-8) liegt eine ausführliche Darstellung des Themas vor. Das genannte Buch ist als PDF hier verfügbar.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Förderkreises Ehemaliges Jüdisches Ritualbad.

Judaica-Geschichtswerkstatt

Die Beziehungsgeschichte zwischen Juden und nichtjüdischer Umwelt in unserer engeren Heimat mit ihren Licht- und Schattenseiten darzustellen, dieser Aufgabe dient die im Mai 2001 eröffnete Geschichtswerkstatt auf dem Dachboden der Jakob-Grimm-Schule. Die Dauerausstellung zeigt u. a. Modelle der im November 1938 geschändeten und verwüsteten Synagoge, des ehemaligen Ritualbades (Mikwe) und als Original den von der NS-Frauenschaft geschaffenen, von Hakenkreuzen übersäten Kirchenteppich, der von Mai 1935 bis März 1945 in der Jakobikirche neben der Kanzel hing. Für die außerschulische öffentlichkeit sind Besuche über die im Impressum genannte Adresse möglich.

Die Novemberpogrome 1938: Abschied von der Zivilisation??

Noch am Abend des 7. November 1938 kam es in Rotenburg a. d. Fulda und im benachbarten Bebra – unmittelbar nach Kassel – zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen die jüdische Minderheit. In seiner berüchtigten Hetzrede nach dem Ableben vom Raths am 9.11.1938 rühmte NS-Propagandachef Goebbels die kurhessischen Pogrome als nachahmenswert und initiierte so die reichsweiten Pogrome in der folgenden Nacht, der sog. Reichskristallnacht. Insgesamt wurden in Rotenburg 22 Gebäude (einschließlich der Synagoge und der Jüdischen Schule) in den Tagen vom 7. bis 10. November 1938 in Mitleidenschaft gezogen.

History of the Werthan Family

Ellen Stepak geb. Goldenberg Jahrgang 1947) wuchs in Huntington im US-Bundesstaat Indiana auf. Nach Abschluss ihres Studiums ging sie 1969 nach Israel. Seit 1995 verfolgt sie die Spuren ihrer Ahnen und der ihres Ehemanns Zvi Stepak in Pinsk (Weißrussland), Belozerka (Ukraine), Kupiskis und Bebalninkas (Litauen) sowie Lodz (Polen). In besonderer Weise galt und gilt diese Arbeit weiterhin für die aus Deutschland stammende und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA gelandete Ahnenreihe mit den Namen Gotthelf aus Hofgeismar und vor allem Werthan aus Rotenburg. Auch Vertreter der Familien Apfel (Bebra) und Kaiser (Heinebach) zählen zu ihren Vorfahren. Neben der Mitarbeit bei der Dokumentation jüdischer Friedhöfe in Osteuropa hat sie Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihrer familiengeschichtlichen Arbeit in einer Reihe von Aufsätzen in Fachmagazinen veröffentlicht. Für das Internetprojekt der Hassia Judaica (www.hassia-judaica.de) hat sie die hebräischen Inschriften aller 100 Grabsteine des jüdischen Friedhofs in Bebra transkribiert und ins Englische übersetzt. Ebenso war sie an der Dokumentation des jüdischen Friedhofs in Burghaun-Langenschwarz beteiligt. In der hier als PDF zugänglich gemachten Publikation lässt Ellen Stepak den Leser und Betrachter an ihren Reisen zu ihren hessischen Wurzeln teilhaben. In Rotenburg an der Fulda, Bebra, Heinebach und Hofgeismar wurden diese Touren in die Vergangenheit zu intensiven Begegnungen mit noch heute sichtbaren Lebens- und Wirkungsstätten ihrer Urahnen. Integriert in Ellen Stepaks Darstellung sind Beiträge aus der Feder von Naama Yashuvi-Hayet (über ihre Rotenburger Vorfahren Gustav Werthan und Elka Werthan verh. Rosenthal) und von Libby Werthan mit einem Reisebericht über die Einweihung des Jüdischen Museums in der ehemaligen Mikwe in Rotenburg im September 2006 und mit Details zur Rotenburger Ahnenreihe ihres Ehemanns Moshe Morris Werthan, dessen Rotenburger Urahn Meier Werthan bereits 1856 in die USA emigriert war. Moshe Morris Werthan (jetzt Jerusalem) liefert einen knappen Bericht über seine Familie in Nashville (Tennessee), Susan Murawczyk über ihre Werthans in Leadville und Denver (Colorado) und Sonia Raymond über ihre Werthan-Familie in Oak Park (Illinois). Erweitert gegenüber der Buchfassung ist das PDF durch die Schilderung des Holocaustschicksals von Alfred Werthan, der 1943 von Berlin aus nach Auschwitz in den Gastod geschafft wurde.

Holocaustopfer

Ab hier in alphabetischer Reihenfolge

Alheim-Baumbach

Jüdisches Leben in Baumbach

Der virtuelle Rundgang führt zu den Stätten der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Alheim-Baumbach und ihren Bewohnern – mit Texten, Dokumenten, Zeichnungen, Fotos und Videoclips. Vermittelt wird ein anschaulicher Eindruck von über zwei Jahrhunderten jüdischen Lebens und dessen Zerstörung in einer kleinen hessischen Landgemeinde. Die CD-ROM-Version ist portofrei über die im Impressum genannte Adresse erhältlich.

Holocaustopfer

Alheim-Heinebach

Geschichte der jüdischen Gemeinde

Das Gebäude der ehemaligen Synagoge in der Eisfeldstraße ist der einzige sichtbare Hinweis auf die frühere jüdische Gemeinde des Ortes, in dem seit 1678 jüdische Familien kontinuierlich nachweisbar sind. Mit der Deportation der Familie Sommer am 30. Mai 1942 kam jüdisches Leben in Heinebach zu einem gewaltsamen Ende. über 30 in Heinebach geborene Juden wurden Opfer des Holocaust. Nur noch die Deckenbemalung in der ehemaligen Synagoge erinnert an die frühere Verwendung des Gebäudes als Gotteshaus, das 1843 durch Umbau aus einem Bauernhaus entstanden war. 1864 waren 76 von 961 Einwohnern Heinebachs jüdischen Glaubens. Bestattet wurden die jüdischen Verstorbenen auf dem Sammelfriedhof in Malsfeld-Binsförth, wo 49 Grabsteine von Heinebacher Juden zu finden sind, der älteste von 1815. Die Darstellung (PDF-Datei) beruht auf der 2004 von Sabine Häde bei Prof. Dietfrid Krause-Vilmar, Universität Kassel, vorgelegten Examensarbeit für das Lehramt an Haupt- und Realschulen.

In Vorbereitung (Familiengeschichte Sommer)

Holocaustopfer

Bad Hersfeld

Stolpersteine für Bad Hersfeld

Zur Zeit gilt unser Bemühen der Würdigung der Opfer durch sog. Stolpersteine. Zu diesem Zweck haben wir für das Projekt "Stolpersteine für Bad Hersfeld" eine eigenständige Website mit eigenem Pressebereich eingerichtet. Außerdem stehen dort im Umfang reduzierte Broschüren, die als eigenständiges Druckwerk zur Verlegung der Stolpersteine erschienen sind, zum Download zur Verfügung.

„Kristallnacht“ 1938

Die Ereignisse während der “Reichskristallnacht” in Hersfeld in der Ton-Bild-Schau sollen nicht als historische Dokumentation verstanden werden. Es geht in erster Linie darum, vor allem Jugendlichen durch eine bildhafte Vermittlung einen Zugang zu diesem Teil unserer Geschichte zu ermöglichen. Dazu gehört auch, die an den Ausschreitungen maßgeblich beteiligten SA- und SS-Männer durch ihre Uniformen kenntlich zu machen, was im engeren Sinne nicht der historischen Realität entspricht. Durch die Darstellung der Täter in SS- bzw. SA-Uniformen sollen sie unzweideutig als Handlanger des Regimes entlarvt und der von Goebbels behauptete Volkszorn als gelenkte Aktion gezeigt.

Stadtrundgang auf jüdischen Spuren

Der virtuelle Rundgang führt zu den Stätten der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Bad Hersfeld und ihren Bewohnern – mit Texten, Dokumenten, Zeichnungen, Fotos und Videoclips. Vermittelt wird ein anschaulicher Eindruck jüdischen Lebens und dessen Zerstörung in einer hessischen Kleinstadt.
In Vorbereitung

Ehemalige jüdische Schüler der Alten Klosterschule

Dargestellt wird das Leben und Wirken von 12 Ehemaligen des Hersfelder Gymnasiums vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Zeit der Verfolgung durch das Naziregime. Außerdem werden alle jüdischen Schüler dieses Zeitraums namentlich festgehalten. Besondere Erwähnung finden die im Ersten Weltkrieg gefallenen ehemaligen jüdischen Schüler. Die Darstellung ist auch als Multimedia-DVD verfügbar, sie entstand in Kooperation mit der Konrad-Duden-Schule durch Dr. Heinrich Nuhn. Die technische Umsetzung besorgte Pascal Dreher.

Bebra

Vor aller Augen 1933 bis 1942

Der nationalsozialistische Terror wurde nicht nur hinter dem Stacheldraht der Lagerzäune, hinter Gefängnismauern, in den Verhörzimmern der Geheimen Staatspolizei ausgeübt. Gewalt gegen Minderheiten, vor allem gegen die Menschen jüdischen Glaubens, und Andersdenkende fand auch auf den Straßen und Plätzen deutscher Städte und Dörfer statt. Bebra war der erst Orte nach Kassel, wo es schon am Abend des 7. November 1938 zu brutalen Ausschreitungen kam, die NS-Propagandachef Goebbels in seiner Hetzrede am 9. November 1938 zur Anstiftung des reichsweiten Pogroms („Kristallnacht“) nutzte. Auch für die Jahre davor werden Aktionen gegen die Bebraer Juden dokumentiert. „Vor aller Augen“ kann auch als CD-ROM über die im Impressum angegebene Adresse bezogen werden.

Jüdischer Friedhof (virtueller Rundgang)

Seit 1869 besaß die jüdische Gemeinde in Bebra einen eigenen Friedhof in der Otto-Kraffke-Straße. Bis dahin ließ sie ihre Toten auf dem jüdischen Zentralfriedhof in Rotenburg beisetzen. Die erste Belegung war die Bestattung des „Handelsmannes“ Honas Fackenheim, der am 16. März 1870 im Alter von 78 Jahren starb. Am 4. August 1937 verfügten die Ratsherren die Schließung - aus „gesundheitlichen Gründen". Das Friedhofsareal, das auf seiner Westseite von einer Lagerhalle begrenzt wird, umfasst 1513 qm. Dokumentiert werden alle Grabsteine und deren Inschriften, die hebräischen Originaltexte auch in englischer und deutscher übersetzung. Ausgewählte Grabmale dienen der Darstellung der jeweiligen Familiengeschichte. Der virtuelle Rundgang kann auch als DVD über die im Impressum angegebene Adresse bezogen werden.

Holocaustopfer

Breitenbach am Herzberg

Three Sisters (von Bruce Neuberger)

Lebenswege

Biographie xy (von Barbara Greve)

Holocaustopfer

Burghaun

Holocaustopfer

Burghaun-Langenschwarz

Holocaustopfer

Heringen

Holocaustopfer

Haunetal-Rhina

Geschichte der jüdischen Gemeinde (von Abraham Frank)

Abraham Frank (Jerusalem) konnte in seiner Abhandlung auf hebräische Quellen und innerjüdisches Schriftgut zurückgreifen, die Einblicke in das Leben der Rhinaer Juden ermöglichten.

Die Judeneiche – ein fiktives Tagebuch

Haunetal-Rhina im Landkreis Hersfeld-Rotenburg – ein Ort mitten in Deutschland. Heute erinnert scheinbar nichts mehr an das Zusammenleben von Christen und Juden in diesem Dorf und in dieser Gegend. Doch Bezeichnungen wie „Judeneiche“ halten sich hartnäckig und beweisen, dass es eine Jahrhunderte alte gemeinsame Geschichte gibt. Die sog. Judeneiche in der Gemarkung des Dorfes Niederaula-Kerspenhausen lässt  in einem fiktiven Tagebuch Erinnerungen an die Rhinaer Juden wach werden – verfasst von der Arbeitsgruppe Spurensuche an der der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg a. d. Fulda. Das Schicksal der Rhinaer Juden von der ersten Ansiedlung bis zum gewaltsamen Ende 1939 wird in einer sehr persönlichen und leserfreundlichen Darstellungsweise erzählt. Man erfährt vom friedlichen Zusammenleben der jüdischen und christlichen Dorfbewohner, aber ebenso von Neid, Missgunst, Hass und Verfolgung. Durch die Tagebuchform konnten auch individuelle Empfindungen und Werturteile zum Ausdruck gebracht werden. Professor Stefan Rohrbacher, Judaist an der Universität Duisburg in seinem Nachwort: „Gerade die Zwischentöne sind es, die diese Beziehungsgeschichte in all ihrer Widersprüchlichkeit lebensnah werden lassen. Immer wieder erweist sich die scheinbare Verlässlichkeit überschaubarer, gewachsener Verhältnisse in der Intimität eines dörflich-kleinstädtischen Gefüges als fragil und bedroht.“ Im Wettbewerb 2002 der Jugendpreisstiftung der Hessischen Akademie ländlicher Raum (HAL) wurde das Werk mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Die Hassia-Judaica präsentiert den vollständigen Text als E-Book (>hier<) und in einer hörspielähnlichen Zusammenfassung.

Holocaustopfer

Haunetal-Wehrda

Holocaustopfer

Hohenroda-Mansbach

Geschichte der jüdischen Gemeinde

Im Schutz der örtlichen Patrimonialherren, deren von Mansbach und derer von Geyso, siedelten sich Juden hier seit Mitte des 17. Jahrhunderts an. In der Folgezeit entwickelte sich in Mansbach eine der größten jüdischen Gemeinden des nordosthessischen Raumes. 1861 registrierte man in Mansbach 199 jüdische Mitbürger, die eine Synagoge und eine eigene Schule besaßen. 1933 wohnten hier noch 11 jüdische Familien. Die Mansbacher Juden lebten konzentriert in einem Viertel östlich des Dorfzentrums in der Judengasse. 13 aus Mansbach stammende Juden sind in den Todeslagern des Dritten Reiches umgekommen, darunter auch der letzte Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Moritz Bacharach (1941 Ghetto Riga). Die Darstellung (PDF-Datei) stützt sich auf die Jahresarbeit von Miriam Hahn, die sie 2007 als Abiturientin der Modellschule Obersberg (Bad Hersfeld) verfasst hat.

Holocaustopfer

Hünfeld

Holocaustopfer

Knüllwald-Rengshausen

Holocaustopfer

Nentershausen

Lebenswege

Willy Katz

Holocaustopfer

Niederaula

Geschichte der jüdischen Gemeinde (von Heidi Rößing)

Lebenswege

Marga Levi / Manfred Moshe Oppenheim / Siegfried Fred Speier

Holocaustopfer

Oberaula

Geschichte der jüdischen Gemeinde (von Barbara Greve)

Jüdischer Friedhof (von Barbara Greve)

Lebenswege

Jakob Rothschild / Marga Spiegel geb. Rothschild (Barbara Greve)

Holocaustopfer

Rotenburg an der Fulda

Stolpersteine in Rotenburg an der Fulda

Zur Zeit gilt unser Bemühen der Würdigung der Opfer durch sog. Stolpersteine.

Zu diesem Zweck haben wir für das Projekt "Stolpersteine für Rotenburg an der Fulda" eine eigenständige Website mit eigenem Pressebereich eingerichtet. Außerdem steht dort eine im Umfang reduzierte Broschüre, die als eigenständiges Druckwerk zur Verlegung der Stolpersteine erschienen ist, zum Download zur Verfügung.

 

Wir bitten um Spenden für eine Fortsetzung der Aktion

Ein „Stolperstein“ kostet 120 Euro. Auch kleinere Beiträge sind willkommen.

Initiative Stolpersteine für Rotenburg Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, Konto-Nr. 50062043, BLZ: 532.500.00

Stadtrundgang auf jüdischen Spuren

Der virtuelle Rundgang soll einladen, einige Aspekte der wechselvollen Geschichte des jüdischen Rotenburg kennen zu lernen. Wie bei kaum einem anderen Ort in Hessen ist die Geschichte Rotenburgs davon geprägt, dass hier seit ca. 1300 - mit Unterbrechungen - Juden ansässig waren und vom 17. bis 20. Jahrhundert eine der größten jüdischen Kleinstadtgemeinden Hessens existierte. Die CD-ROM-Version ist portofrei über die im Impressum genannte Adresse erhältlich.

Jüdischer Friedhof

Der Besucher dieses Kapitels erhält Informationen zur jüdischen Begräbniskultur und Fotodokumente zu allen 346 Grabstätten. Der älteste Grabstein (Ruben ben Jakob) datiert von 1743, der Friedhof wurde aber schon im Jahrhundert davor angelegt. Der älteste Nachweis stammt aus dem Jahr 1682. Der Rotenburger jüdische Friedhof diente bis ins späte 19. Jahrhundert als Zentralfriedhof auch für die jüdischen Verstorbenen aus den übrigen Gemeinden des ehemaligen Amtes Rotenburg (Baumbach, Bebra, Breitenbach, Iba, Lispenhausen, Ronshausen, zeitweise auch Rengshausen) als Begräbnisstätte. Die letzte Bestattung war im Mai 1938.

Jüdisches Museum in der ehemaligen Mikwe – Erinnerungs- und Begegnungsstätte

Im Gebäude des bis 1938 existierenden Ritualbades (Mikwe) wurden ein Tauchbad von 1835, ein solches aus dem 17. Jahrhundert und ein separater Schacht zum Kaschern, zur rituellen Reinigung der Schächtmesser und privaten Geschirrs freigelegt. Im Obergeschoss werden unter dem Motto „Was übrig blieb“ sechs Jahrhunderte vielgestaltigen jüdischen Lebens in Rotenburg und Umgebung dokumentiert.

 

Unter dem Titel "Die Rotenburger Mikwe -Kulturdenkmal und Zeugnis der Vielfalt jüdischen Lebens" (ISBN 3-933734-11-8) liegt eine ausführliche Darstellung des Themas vor. Das genannte Buch ist als PDF hier verfügbar.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Förderkreises Ehemaliges Jüdisches Ritualbad.

Judaica-Geschichtswerkstatt

Die Beziehungsgeschichte zwischen Juden und nichtjüdischer Umwelt in unserer engeren Heimat mit ihren Licht- und Schattenseiten darzustellen, dieser Aufgabe dient die im Mai 2001 eröffnete Geschichtswerkstatt auf dem Dachboden der Jakob-Grimm-Schule. Die Dauerausstellung zeigt u. a. Modelle der im November 1938 geschändeten und verwüsteten Synagoge, des ehemaligen Ritualbades (Mikwe) und als Original den von der NS-Frauenschaft geschaffenen, von Hakenkreuzen übersäten Kirchenteppich, der von Mai 1935 bis März 1945 in der Jakobikirche neben der Kanzel hing. Für die außerschulische öffentlichkeit sind Besuche über die im Impressum genannte Adresse möglich.

Die Novemberpogrome 1938: Abschied von der Zivilisation??

Noch am Abend des 7. November 1938 kam es in Rotenburg a. d. Fulda und im benachbarten Bebra – unmittelbar nach Kassel – zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen die jüdische Minderheit. In seiner berüchtigten Hetzrede nach dem Ableben vom Raths am 9.11.1938 rühmte NS-Propagandachef Goebbels die kurhessischen Pogrome als nachahmenswert und initiierte so die reichsweiten Pogrome in der folgenden Nacht, der sog. Reichskristallnacht. Insgesamt wurden in Rotenburg 22 Gebäude (einschließlich der Synagoge und der Jüdischen Schule) in den Tagen vom 7. bis 10. November 1938 in Mitleidenschaft gezogen.

History of the Werthan Family

Ellen Stepak geb. Goldenberg Jahrgang 1947) wuchs in Huntington im US-Bundesstaat Indiana auf. Nach Abschluss ihres Studiums ging sie 1969 nach Israel. Seit 1995 verfolgt sie die Spuren ihrer Ahnen und der ihres Ehemanns Zvi Stepak in Pinsk (Weißrussland), Belozerka (Ukraine), Kupiskis und Bebalninkas (Litauen) sowie Lodz (Polen). In besonderer Weise galt und gilt diese Arbeit weiterhin für die aus Deutschland stammende und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA gelandete Ahnenreihe mit den Namen Gotthelf aus Hofgeismar und vor allem Werthan aus Rotenburg. Auch Vertreter der Familien Apfel (Bebra) und Kaiser (Heinebach) zählen zu ihren Vorfahren. Neben der Mitarbeit bei der Dokumentation jüdischer Friedhöfe in Osteuropa hat sie Erfahrungen und Erkenntnisse aus ihrer familiengeschichtlichen Arbeit in einer Reihe von Aufsätzen in Fachmagazinen veröffentlicht. Für das Internetprojekt der Hassia Judaica (www.hassia-judaica.de) hat sie die hebräischen Inschriften aller 100 Grabsteine des jüdischen Friedhofs in Bebra transkribiert und ins Englische übersetzt. Ebenso war sie an der Dokumentation des jüdischen Friedhofs in Burghaun-Langenschwarz beteiligt. In der hier als PDF zugänglich gemachten Publikation lässt Ellen Stepak den Leser und Betrachter an ihren Reisen zu ihren hessischen Wurzeln teilhaben. In Rotenburg an der Fulda, Bebra, Heinebach und Hofgeismar wurden diese Touren in die Vergangenheit zu intensiven Begegnungen mit noch heute sichtbaren Lebens- und Wirkungsstätten ihrer Urahnen. Integriert in Ellen Stepaks Darstellung sind Beiträge aus der Feder von Naama Yashuvi-Hayet (über ihre Rotenburger Vorfahren Gustav Werthan und Elka Werthan verh. Rosenthal) und von Libby Werthan mit einem Reisebericht über die Einweihung des Jüdischen Museums in der ehemaligen Mikwe in Rotenburg im September 2006 und mit Details zur Rotenburger Ahnenreihe ihres Ehemanns Moshe Morris Werthan, dessen Rotenburger Urahn Meier Werthan bereits 1856 in die USA emigriert war. Moshe Morris Werthan (jetzt Jerusalem) liefert einen knappen Bericht über seine Familie in Nashville (Tennessee), Susan Murawczyk über ihre Werthans in Leadville und Denver (Colorado) und Sonia Raymond über ihre Werthan-Familie in Oak Park (Illinois). Erweitert gegenüber der Buchfassung ist das PDF durch die Schilderung des Holocaustschicksals von Alfred Werthan, der 1943 von Berlin aus nach Auschwitz in den Gastod geschafft wurde.

Holocaustopfer

Schenklengsfeld

Holocaustopfer

Sontra

„Kristallnacht“ 1938 (von Julius Katz/ Dr. Ulrich Schneider)

Holocaustopfer

Sontra-Diemerode

Lebenswege

Willy William Katz


In Vorbereitung

Holocaustopfer

Waldkappel-Harmuthsachsen

Die jüdischen Familien

Mit der fluchtartigen Übersiedlung der Familie Hammerschlag 1939 nach Kassel nahm jüdisches Leben in Waldkappel-Harmuthsachsen ein erzwungenes Ende. In dem kleinen Ort am Rande des Meißners hatten schon Mitte des 14. Jahrhunderts jüdische Familien durch einen Schutzbrief das Niederlassungsrecht erworben. Im 19. Jahrhundert lebten hier ca. 25 jüdische Familien. 1903 waren 75 von 455 Einwohnern jüdischen Glaubens. Häufige Familiennamen waren Hammerschlag und Lorge. Das noch erhaltene Synagogengebäude (Erstbenutzung 1833) konnte in den letzten Jahren teilrestauriert werden. Der 1839 in einem schwer zugänglichen Waldgebiet angelegte jüdische Friedhof wurde 1906 durch einen neuen Friedhof in Dorfnähe abgelöst (letzte Bestattung 1935). Die als PDF-Datei von Pfarrer Rolf Hocke (Waldkappel) präsentierte Chronik jüdischen Lebens in Harmuthsachsen enthält detaillierte Schilderungen des Lebens und Wirkens jüdischer Familien, veranschaulicht durch reichhaltiges Bildmaterial.

Holocaustopfer

Wildeck-Richelsdorf

Familiengeschichte Sommer (Goethe-Institut Johannesburg)

Holocaustopfer